Willkommen !
Hier finden Sie Ihre Wohnung in Paris !
Sie
finden hier zwei Wohnungen in Paris. Die Louvre Wohnung ist im 1.
Arrondissement, unweit der Seine, des Louvre. Die Eiffelturm Wohnung
ist im 15. Arrondissement, auf der anderen Strassenseite
beginnt das 7. Arrondissement
und
unweit des Invaliden Dom, Eiffelturm, Montparnasse etc.
Beide
Wohnungen werden fuer mindestens drei Monate moebliert vermietet und sind
vollstaendig nach deutschen Vorstellungen renoviert und
unterhalten. Auch die Treppenhaeuser und Fassaden sind sauber
und
renoviert - fuer Paris keine
Selbstverstaendlichkeit. Die Wohnungen befinden sich in kleinen
Haeusern mit nur 6 Nachbarn
auf 4 Etagen.
Die Louvre
Wohnung in Paris ist frei ab 28. Mai 2012, die Eiffelturm
Wohnung in Paris ist ab 31. Mai 2013 frei.
Bitte
klicken Sie oben im Menue, um Bilder zu sehen und Details
zu erfahren. Die Hoechstbelegung fuer beide Wohnungen in Paris
betraegt zwei Personen. Sie koennen unseren Vertrag mit dem
Telefon - Internet - Provider uebernehmen, so dass Sie ohne Laufereien
gleich Telefon und Internet haben.
Wifi Internet
Klimanlage
Fussgaengerzone
Rollaeden
Fahrstuhl
Zentralheizung
Waschmaschine
Waeschetrockner
Kuehlschrank
Ceranfeld-Ofen
Mikrowelle
Kaffeemaschine
Buegelbrett/eisen Haarfoen
LCD TV
Sender
Wecker Radio
Stereo
CD-Player
DVD-Player
Digitaler Video-Recorder Ventilator
Moebelsafe
Keine 500
m von der Wohnung entfernt wurde
Paris auf der "Ile de la Cité" gegruendet. Die weltweit
bekannten
Attraktionen sind vor Ihrer Tuer !
Man
kann nicht
zentraler wohnen in Paris !
3
minuten zu
Centre
Culturel Georg Pompidou, Seine, Marais, Forum
des Halles, St. Eustache
5 minuten
zu Louvre,
Quartier Latin,
St.Germain des Prés,
Notre-Dame de
Paris, La Sainte Chapelle, Place des Vosges
15 minuten zu
Champs Elysées, Place de la Concorde, Eiffel-Tower, Opera
Garnier,
Madeleine
Die
Metro-Station
Chatelet- Les Halles ist vor der Tuer. Von dieser schoenen Wohnung
aus haben Sie schon beim Fruehstuecken einen herrlich interessanten
Blick auf das Geschehen in der unten sich befindlichen
Fussgaengerzone.
Das
Gebaude, in dem sich
die Wohnung im dritten Stock mit Fahrstuhl befindet, ist im August
2009 totalsaniert worden. Da es nur 7 Wohnungen in dem Haus gibt,
ist es ein persoenliches und gepflegtes Umfeld.
Es
handelt sich um eine
2-Zimmer-Wohnung mit Wohn- und Schlafzimmer, Kueche und Bad. Das
Wohnzimmer ist mit drei Fensternsehr schoen hell, alle Fenster
gehen zur Fussgaengerzone hin. Die Wohnungsgroesse betraegt 33qm.
Das
Entrée ist mit
Garderobeneinbauschrank ausgestattet, es gibt eine
Gegensprechanlage. Die Wohnung hat einen neuen Holzfussboden sowie
neue hochwertige Waerme- und Schallschutz -
Fenster.
Vor
allen vier Fenstern
befinden sich Rollaeden. Es wohnen nur Franzosen, die in den den
nahegelegenen Theatern und im Justizpalast arbeiten, in dem
Haus.
Die
Einbaukueche ist
vollstaendig neu eingerichtet mit Ceranfeld-Kochplatten,
Mikrowellengeraet, Kuehlschrank, Spuele, Ober- und Unterschraenken,
Kaffeemaschine, Buegelbrett- und eisen, geschmackvolles
Porzellangeschirr, Wein- und Sektglaesern usw. In der Kueche ist
eine Waschmaschine und ein Waeschetrockner.
Das Schlafzimmer hat ein
1,60m breites Doppelbett Nachtschrank, Kommoden, Regale,
Einbauschrank, geschmachvollen Leuchten usw. In der Wohnung
befindet sich auch ein grosser Tisch mit vier Stuehlen,
Buecherregale und eine Kommode etc.
Die Wohnung ist mit LCD
Farbfernsehen, DVD Player und Stereo-Anlage mit CD-Player, Telefon,
Klimaanlage, Wifi Internet, Ventilator und Safe ausgestattet. Im
Wohnzimmer ist eine Couch, die sich mit einem Handgriff zu
einem Bett umwandeln laesst Das Bad und die Kueche wurden Anfang 2012
total renoviert..
Die
Wohnung befindet
sich in einer der wenigen Pariser Fussgaengerzonen mit zahlreichen
Restaurants, Cafés, Theatern und Musiklokalen in der
Nachbarschaft.Uebrigens wurde im Nachbarhaus Eugene Scribe, Pierre
Cavan de Beaumarchais sowie Jean-Baptiste Moliere geboren.
Wifi Internet
Klimaanlage
2 Etagen
Rollaeden
Zentralheizung
Stuckdecken
Mikrowelle
Kuehlschrank
Ceranfeld-Ofen
Kaffeemaschine Buegelbrett/eisen
Waschmaschine
Waeschetrockner
Haarfoen
Wecker
Radio
Stereo
CD-Player
DVD-Player
Digitaler Video-Recorder
Bad und WC separat
LCD TV
Ventilator
Moebelsafe
Diese
3-Zimmerwohnung ist gegenueber dem Invaliden-Dom gelegen.
Oder Sie gehen gerade mal 2
Minuten
und sehen den Eiffelturm in seiner ganzen Schoenheit - nicht nur
die Spitze: - sondern ganz !
Der Fussweg zu
beiden
Attraktionen fuehrt durch die Gruenanlagen der Avenue Breteuil oder
des Champs de Mars. Zwei Metrostationen sind in 1 - 3 Minuten Fussweg
erreichbar. Mehrere Buslinien fahren direkt vor der Haustuer
ab.
Zu Montparnasse ist es aber auch nur wenige Minuten
zu Fuss, ebenso ins St. Germain des Prés oder zum Jardin
Luxembourg.
Die Wohnung verfuegt
ueber 6 Fenster und befindet sich in der zweiten Etage eines
Eckhauses - daher sechs Fenster - und Sie haben nur 5 Nachbarn.
Schon beim Fruehstuecken oder wenn Sie abends ein Glas Wein trinken
koennen Sie dem Geschehen auf der Strasse
zuschauen.
Die Wohnung hat eine Klimaanlage,
Zentralheizung, Bad und WC sind getrennt, es gibt ein Wohnzimmer
und zwei Schlafzimmer. Wohnzimmer und erstes Schlafzimmer haben
Holzfussboden und Stuckdecken.
In diesen
beiden Raeumen
sorgen Kronleuchter fuer die Beleuchtung. Der Fussboden im Flur, im
Bad, in der Kueche sowie im WC sind weiss neu gefliest.
Ausser der Klimaanlage koennen auch die Rollaeden vor den Fenstern
herunter gefahren werden. Die Wohnung ist 55 qm
gross.
Die Einbaukueche wird
vollstaendig neu eingerichtet mit Ceranfeld-Kochplatten,
Mikrowellengeraet, Kuehlschrank, Spuele, Ober- und Unterschraenken,
Kaffeemaschine, Buegelbrett- und eisen, geschmackvolles
Porzellangeschirr .Das Badezimmer hat eine halb-runde
Glas-Duschkabine und ist natuerlich auch vollstaendig renoviert. Im
Badezimmer befindet auch die Waschmaschine.
Das
erste Schlafzimmer
hat zwei Betten mit Lattenrosten und Dunlopillo-Matratzen,
die einfach bei Bedarf zu einem Doppelbett zusammen gestellt werden
koennen. Unter diesen Hauptbetten befinden sich zwei weitere
Auszugsbetten, die nach links oder rechts heraus gezogen werden
koennen., Es gibt Nachtschraenke, Kommoden, einen geraeumigen
Einbauschrank, geschmachvollen Leuchten usw.
Im
Wohnzimmer befindet
sich auch eine Ess-Ecke mit grossem Tisch mit vier Stuehlen sowie
ein bequemes rotes Canapé, das sich leicht zum Doppelbett
umwandeln
laesst.
Im zweiten
Schlafzimmer, welches eine Etage
hoeher in der Wohnung liegt, befindet sich ein Einzelbett. Eine
Treppe innerhalb der Wohnung fuehrt zu diesem Raum, der wegen der
steilen Treppe ohne Gelaender nicht fuer Kinder geeignet ist. Die
Wohnung ist mit Telefon, LCD-Fernsehen, DVD-Player und
Stereo-Anlage mit CD-Player, Klimaanlage, Ventilatoren,
Internet-Zugang ausgestattet.
Unten im
Haus ist
ein Café und nebenan ein Supermarkt, gegenueber ist der
Baecker und
der Zeitungsladen. Ausser der Metro koennen auch zahlreiche
Buslinien, die Sie durch ganz Paris bringen, benutzt
werden. Sie
koennen sicher sein, eine nach deutschen Vorstellungen
unterhaltene, moeblierte und gepflegte Wohnung zu
mieten.
Air
Condition
Shutters
Elevator DSL Wifi LCD TV
Microwave
Washer
Dryer
Refrigerator
Ceramic hotplates
Coffee-Maker
Iron
Ironing Board
Hairdryer
Alarm-Clock
Radio Stereo
CD-Player
DVD Player
Phone
Safe
Fan
Louvre
Apartment in Paris
3 minutes stroll to Centre
Culturel Georg Pompidou, the
Seine, the Marais, Forum des Halles, the church St. Eustache
5 minutes
stroll to Louvre, Quartier Latin,
St.Germain des Prés,
Notre-Dame de
Paris, La Sainte Chapelle, Place des Vosges
15 minutes stroll to
Champs Elysées, Place de la Concorde, Eiffel-Tower, Opera
Garnier,
Madeleine
Take
a look on the map to see how centrally located your apartment is. The
most important underground
station "Chatelet-Les Halles" is just opposite your door. But you'll
not need Metro, Bus, Taxi during your vacation in this
beautiful apartment.
This
2-Room-Apartment is situated in
one of the rare pedestrian zones in Paris and you'll have a
interesting view on the pedestrian area. Downstairs you can choose
between many restaurants, cafés, theatres and
music-pubs. Also Paris biggest shopping male is just arond the corner (
Forum des Halles )
There are just seven apartments in this little and neat building and
your neighbours are French............. In this
pedestrian street you'll find also Paris best Jazz clubs such as "Duc
des Lombards", "Le Baiser Sale" or " The
Sunset"
This
2-room-apartment has a living
room, a bedroom, a kitchen and a bath.The living-room with its 3
windows is very bright. From all its windows the pedestrian zone can be
seen. The entrance has a wardrobe, there's also
an interphone. The apartment is on the third european floor, there is
an elevator.
The
two rooms have parquet.
The apartment measures 43 sq-metres/ 500 sq foot. The four windows
are warmth and noice proofed. Before all windows are
shutters.
The bed-room has a queen size bed - chests of drawers,
wardrobes, tasteful candlesticks. In the living room is a
convertible sofa bed, a separat mattress for smaller kids, a large
table, 4 chairs, bookshelves etc. This 2- Room-apartment
has all the modern facilities such as air condition, Wifi
internet, telephone, colour LCD TV and hifi-tuner with
CD-Player, a DVD Player, safe, washer, dryer etc
The
kitchen is equiped with washer, dryer, ceramic hotplates,
microwave oven, kettle, dishware etc. Also iron and iron board.
The bath-room has a shower cabine, an elegant mirror, WC, shelf, hair
dryer and so on.
The maximum occupancy for this apartment is
2 adults. This apartment is booked until 28.May 2012.
By the way: In this house where you'll lodge Beaumarchais and
the author Eugene Scribe were born, some feet away Jean
Baptiste Moliere.
Air Condition
2 levels
Central Heating DSL Wifi LCD TV
Microwave
Refrigerator
Coffee-Maker
Iron
Ironing Board
Washer
Hairdryer
Stucco
Radio Stereo
DVD Player
CD-Player
Digital VRC Recorder
Bath and WC separated
Fan
Safe
Eiffeltower
Apartment in Paris
Imagine
you leave the apartment and
immediately see the Invalid's Dome. Or just walk for 2 minutes and
see the Eiffel-Tower in its entire beauty.....not only just the
top.....the entire Eiffel Tower ! The walk to both
attractions leads through the green space of the Champs de Mars or
Avenue Breteuil. You'll be in some minutes in
Montparnasse, St. Germain des Prés, Jardin de Luxembourg.
The
apartment is on the second floor in a corner
house - that's why it has six windows. You'll have just 5 neighbours
and an interesting view on the street. Downstairs before the house is a
big crossroad and the nearist Metro-station, several
bus-stops and a taxi-rank. The apartment is at the border between the
7. and 15. Parisian district.
This 3-Room-apartment
has 52 square meters/ 580 sq.
foot and has air-conditioning, central heating,
bath and
toilet are separate, there is a living-room and 2 bedrooms.
The
living-room has a dining area with a spacious table and
four chairs and a comfortable sofa which can be changed easily in
a kingsize bed for 2 guest. There's stereo
equipment with CD-Player and cable TV with 110 channels and
also
chest of drawers, bookshelves, phone........
The
main bedroom has two main single beds and two more beds
to pull out hiddden underneath the main beds with new mattresses,
chests of drawers, a spacious wardrobe etc
The walls
of the living-room and bedroom are stucco. The
second bedroom can be reached by some stairs from inside the
apartment and is one floor above.
There
is a single bed and
many storage place in a closet. This second bedroom is not suitable for
smaller children because the stairs are steep. The fitted kitchen is
equipped with ceramic hotplates, microwave,
fridge,sink,many cupboards, coffee-machine, iron and ironing-board.
The
spacious bathroom is new tilled and has a round shower cabine,
the washstand is in marble. Washing machine and hair-dryer you'll find
there also.
The apartment has six windows and also
Bath-room and
toilettes have windows.
The maximum occupancy for this apartment is
2 adults. This apartment is booked until 31. May 2013.
Diskriminierung
von Auslaendern -Vom
unmöglichen Suchen und Finden einer Wohnung in Paris
Paris kann schnell zum Albtraum
werden
Die wahren Pariser
können ein Lied davon singen. Auch sie benötigen in
der Regel mehrere Monate, um eine Wohnung in Paris
„intra-muros“, das heißt in einem der 20
Arrondissements, zu finden. Häufig lassen sie eine Agentur
etwas Passendes für sie suchen. Was für Pariser schon
schwierig ist, ist für Ausländer quasi
unmöglich! Ein Bericht über den grausamen
Pariser Wohnungsmarkt.
Wie
finanzierst du deine Wohnung? So lautet häufig die erste Frage
an den frischgebackenen Wahlpariser. Wenn man sich die Frage nicht
selbst stellt, tun es Freunde oder Eltern. Das Zusammenleben mit dem
neuen französischen Mitbewohner oder Kommunikationsprobleme
ganz allgemeiner Natur sind zunächst nebensächlich.
Miethöhen sind ein beliebteres Thema oder auch der Stoff, aus
dem Albträume gemacht sind. Es ist kein Geheimnis, dass Paris
zu den teuersten Pflastern der Welt gehört. Die Mietpreise
steigen kontinuierlich. 2006 erreichten sie einen Höhepunkt.
Doch auch 2009 zahlt der Mieter je nach Viertel noch zwischen 17 und 25
Euro pro m2. Angesichts der schlechten Verfassung mancher
Gebäude fragen sich viele Wohnungssuchende, wie diese
horrenden Mietpreise - Tendenz steigend - noch zu
rechtfertigen sind.
Vermieter haben die
Qual der Wahl
Zakaria, 24, studiert seit November in Paris. Er erinnert sich
ungern an seine Wohnungssuche. Seine marokkanische
Nationalität erschwerte die Einreise und die Immatrikulation
an seiner Universität. Noch komplizierter hätte es
bei der Wohnungssuche werden können. Vermieter verlangen von
Personen ohne geregeltes Einkommen - Studenten, Praktikanten,
Schülern - eine Bürgschaft. Erwartet wird, dass der
Bürge im Ernstfall spontan drei Monatsmieten vorstrecken kann.
Doch damit nicht genug - er muss zudem in Frankreich
berufstätig sein.
An diesem Siebprozess scheitern die meisten: Und den vom
Pariser Wohnungsmarkt verwöhnten Vermietern kann das ziemlich
egal sein. Bei bis zu 50 Interessenten auf eine Annonce sortieren sie
die schwierigen Fälle einfach aus. „Ich habe nichts
gegen Ausländer, aber ich gehe ungern ein Risiko
ein“, so begründen Vermieter die Ablehnung
nicht-französischer Anwärter. Der am
häufigsten genannte Vorwand ist die Angst, Mieter
außerhalb Frankreichs gerichtlich verfolgen
zu müssen.
Zakaria hatte bei seiner
Ankunft weder Verwandte noch
erwerbstätige Freunde in Paris. Er entschied sich für
die Suche im Internet und wurde relativ schnell fündig, auf
der Webseite www.appartager.fr. Seine
aktuelle Lebensweise sei jedoch ungewohnt für ihn, wie er
gesteht. Er schläft im Zimmer des eigentlichen Mieters,
während dieser sein Lager in der Küche
aufgeschlagen hat.
Wohnheimplatz - ein Sechser im Lotto
Viele ausländische Studenten denken, dass sie
notfalls das französische Studentenwerk (C.R.O.U.S.) um
Unterstützung bitten können. Die Einrichtung bietet
jedoch nur knapp 4.000 Zimmer innerhalb von Paris an. Entsprechend
begehrt sind die vergleichbar günstigen Wohnflächen.
In Realität haben nur Austauschstudenten Anrecht auf ein
Zimmer im Wohnheim.
Die kanadische Studentin Emilie G. hatte großes
Glück. Sie hat über das Abkommen zwischen ihrer
Heimatuniversität und einer Pariser Schule Anspruch auf ein
geschmackvoll eingerichtetes Zimmer in der „Cité
U“ im Süden von Paris. Doch welchen Status besitzen
ausländische Studenten, die ihren eigenen Weg gehen und sich
beispielsweise an der Sorbonne bewerben, ohne von den Vereinbarungen
eines Austauschprogramms zu profitieren? Die Antwort ist: Keinen. Bei
der Suche nach einer Wohnung ist auch die europäische
Staatsbürgerschaft eher selten von Nutzen. Zwar kann jeder EU-Bürger nach Paris
reisen - dort eine Wohnung zu finden, ist jedoch eine Kunst, die vor
allem Leute beherrschen, deren Förderer ein dickes
Portemonnaie besitzen.
Bei
Papa auf Pump
In Internetforen werden von verzweifelten
Ankömmlingen die Risiken von Mietfonds diskutiert. Um
problemlos die Solvabilität der im Ausland lebenden Eltern
beweisen zu können, werden nicht selten Summen von bis zu
8.000 Euro auf einem französischen Konto deponiert. Die Bank
macht die Sparanlage offiziell und freut sich über die Summe,
die sie nicht einmal verzinst. Selbstverständlich
können nicht alle Wohnungssuchenden so viel Startkapital mobil
machen. Vor allem angesichts der schwindelerregenden Lebensmittelpreise
in Paris.
Vermieter und Ratgeber im Internet legen deshalb nahe, sich
einen sogenannten Locapass zu
beschaffen. Diese Art Versicherung privater Anbieter (Action Logement)
sichert die Mieter im Pleitefall ab und stellt zinsfreie Garantien zur
Verfügung. Allerdings können nur Personen mit festem
Gehalt den Locapass beantragen. Auch Praktikanten sind zugelassen,
unter der Voraussetzung, dass sie bezahlt werden, was heutzutage
bekanntlich selten der Fall ist. Der Locapass ist jedoch keine
todsichere Garantie: Denn Vermieter werden vermutlich im Zweifelsfall
einen französischen Bewerber auswählen.
Was bleibt Ausländern dann übrig? Die
überlasteten Seiten für die Suche nach freistehenden WG-Zimmern sind eine
Möglichkeit. Wenigstens können sie sicher sein, dass
eine internationale Wohngemeinschaft keine Probleme mit
wählerischen Vermietern hat. Kiki, 20, kam aus beruflichen
Gründen nach Paris, um als Model für eine
weltbekannte Agentur zu arbeiten. Ein befreundeter Fotograf
hieß sie bei sich willkommen, im zentralen 5. Arrondissement.
Kiki spricht wenig Französisch und kannte niemanden in Paris.
Deshalb nahm sie das sehr teure Angebot ohne zu zögern an. Da
sie sich nur für wenige Monate in Frankreich aufhält,
akzeptiert sie eine horrende Miete von 900 Euro.
Die nationale Wohnbeihilfe (CAF),
welche junge Menschen vom Staat beziehen können, hat Kiki
nicht beantragt. In der Tat ist der Antrag, bestehend aus 4 Seiten oder
mehr, keine leichte Kost. Die Bearbeitung kann bis zu 2 Monate dauern.
Da kann man sich auch den Stress sparen und mehr zahlen. Immerhin
verdient Kiki durch die Shootings nicht schlecht. Doch für
viele ausländische Studenten ohne Einkommen, oftmals lost in
translation und weit entfernt von ihrer Heimat, wird der Traum vom
Studium in Paris schnell zum Horrortrip.
Kammerspiele
in Paris - Aus der "Maerkischen Allgemeinen"
Die Wohnungen werden immer teurer
– Studenten wohnen kompakt
PARIS
- „Es ist doch alles da!“ Der
Vermieter zählt auf: Kochnische, Tisch mit Stuhl, Wandschrank,
Nasszelle. Der Schlafbereich in der Zwischenetage, unter der
Schräge, per Leiter erreichbar. Gemeinschaftstoilette auf dem
Gang. 550 Euro im Monat, plus Nebenkosten. Willkommen in Paris.
Tatsächlich ist das ein
guter Preis für ein möbliertes Zimmer in der
Metropole. Sie gehört zu den teuren Pflastern – und
wird immer teurer. In Krisenzeiten investieren viele in Immobilien,
wohlhabende Ausländer treiben den Preis hoch. Innerhalb eines
Jahres ist er um 22,7 Prozent gestiegen. Mehr als 8000 Euro kostet der
Quadratmeter mittlerweile im Schnitt.
Antoine Cazalis de Fondouce hat
sich auf Immobilien-Beratung und -Verkauf am linken Ufer der Seine
spezialisiert, auf die historischen Intellektuellenviertel
„Quartier Latin“ und
„Saint-Germain-des-Prés“. Studenten,
Künstler können dort nur leben, wenn sie
„Chambres de bonne“ ergattern –
Dachkammern von sieben bis zwölf Quadratmetern
Fläche, von denen es offiziell mehr als 20 000 in der Stadt
gibt. Bewohnt von Studenten, Au-Pair-Mädchen, Einwanderern,
manchmal von ganzen Familien – ein kosmopolitischer Mix in
der obersten Etage, häufig mit einer gigantischen Aussicht auf
Paris.
Während
die Wohnungen
darunter großzügig geschnitten, mit Stuck verziert
sind, herrscht hier schlichte Kargheit. In den Kammern hausten seit
1830 die Dienstmädchen, „Bonne“ genannt
– gut für alles. Die mangelnde Hygiene brachte den
Zimmern bei der Tuberkulose-Ausstellung 1906 einen Vergleich mit
Gefängniszellen ein. Anfang des 20. Jahrhunderts schrieb die
Stadt dann die Größe von acht, später neun
Quadratmetern vor – oft vergebens.
Im Frühjahr drohte
Benoist Apparu, Staatssekretär für Wohnungswesen, mit
einer höheren Steuer für Vermieter, die Mini-Zimmer für
Wucherpreise von bis zu 900 Euro für zehn Quadratmeter anbieten.
Aber die schönste Stadt der Welt, erklärt Vermieter
Cazalis de Fondouce, habe eben ihren Preis: „Paris ist eine
Stadt mit außergewöhnlich hoher
Lebensqualität.“ (Von Birgit Holzer)
Ein Zuckerschlecken ist die
Suche nach einer Wohnung ja nie, aber in Paris sollte man sich auf ganz
neue Dimensionen gefasst machen! Unbedarfte, naive, womöglich
noch aus einer possierlichen Kleinstadt kommende deutsche Studenten
(diese Beschreibung trifft wohl auf mich zu) werden bei der Pariser
Wohnungssuche auf den Prüfstand gestellt.
Auf Wohnungssuche in Paris
Wer glaubt,
keine großen Ansprüche zu haben und davon ausgeht,
dass für 350 Euro im Monat doch etwas zu finden sein
müsste, der hat sich ganz klar getäuscht. Dies wird
einem schon ganz am Anfang beim Durchsehen der Wohnungsanzeigen allzu
deutlich. Unter 500 Euro geht gar nichts!
Also gut.
Wer in der Lage ist, diesen Preis zu bezahlen, darf weiter suchen.
Ansonsten geht es außerhalb der Stadtmauer weiter. Diese ist
in Paris jedoch kein altes, romantisches Gemäuer, sondern der
gefühlt 25-spurige Périphérique, der die
Stadt mit ihren 20 Arrondissements aber mindestens genauso wirksam von
allen Eindringen bewahrt.
Also weiter mit der
Suche… Die vorher getroffene Auswahl der in Betracht zu
ziehenden Arrondissements, erweitert sich schnell auch auf –
alle anderen. Die Preise und das Angebot lassen einfach nichts anderes
zu. Die Ansprüche werden also heruntergeschraubt, Kompromisse
müssen eingegangen werden. Macht ja nichts, nur nicht den Mut
verlieren! Die Internetseiten und alle Annoncenblätter werden
systematisch durchsucht und ein Besitzer nach dem anderen angerufen.
Ablauf
der Wohnungsbesichtigungen
Ein weiterer
Missglaube, der ganz schnell korrigiert wird: Wohnungen, die seit zwei
Wochen im Netz stehen, sind bestimmt noch frei. Nein! In Paris
läuft das anders. Man kann sich die Wohnungssuche wie den
ersten Tag des Schlussverkaufs vorstellen, bloß dass es auf
dieser Suche leider keinen Zeitraum gibt, der sich als etwas ruhiger
herausstellt. Es ist ein Kampf, indem man mit allen Waffen
kämpfen muss. Die Leute tun alles, um am Ende für 500
Euro in einem muffigen Loch mit Schimmel an der Wand zu hocken. Da
fängt man bald an, die L’art de vie
zu bezweifeln, die man sich doch so relaxt und locker ausgemalt hat.
Also: Wenn eine Wohnung als frei ausgeschrieben wird, sollte,
nein, muss man sich sofort auf den Weg machen! Das heißt
anrufen, und jede erdenkliche Uhrzeit, die sich der Besitzer
für die Besichtigung vorstellt, annehmen. Auch wenn das
heißt, am Sonntag morgen um 7 Uhr. Ruhig eine Stunde Fahrt
einrechnen, denn Paris ist groß, und wer zuerst kommt mahlt
zuerst.
Ja, diese Pariser – ich versuche
mir verzweifelt vorzustellen, wie wohl der Tages- und Wochenablauf
eines Menschen aussehen kann, der seine einzige freie Zeit an einem
Sonntag morgen um 7 Uhr findet. Ich könnte das ja noch
verstehen, wenn er jeden Besucher oder besser Bewerber, einzeln
empfängt. Aber nein, schon um halb sieben stehen die Leute vor
der Tür Schlange. Der Besitzer kommt, und rein geht es in das
Gebäude: Haupteindruck von außen: groß und
grau. Es geht die Treppe hoch, dritter Stock, und durch den Flur
– das Licht funktioniert gerade nicht, aber durch eine Art
Luke wird er gerade so erleuchtet, dass man dem Vermieter hinterher
gehen kann ohne zu stolpern. Da wird auch schon die
Wohnungstür geöffnet: Die Wohnung erscheint nach dem
Flur mit den quietschenden Dielen und dem Muff darin erst einmal
unwahrscheinlich hell und sauber. Möbliert ist sie auch, zwar
nicht außergewöhnlich schön, aber das hat
schließlich auch seinen Grund: Auf 14 Quadratmetern Wohn- und
Schlafbereich, Bad und Küche unterzubringen ist ja auch nicht
leicht. Bald bekomme ich Erstickungsängste, denn 20 Menschen,
die sich wie wild gewordene Hühner um den Vermieter scharren,
sind für diese Größe einfach zu viel.
Bedingungen
für den Mietvertrag
Da meldet sich der
Vermieter zu Wort und erklärt die Bedingungen für den
Mietvertrag:
Personalausweis
3
Monatskaltmieten als Kaution
Kopien der
Gehaltschecks der letzten drei Monate
Brief des
letzten Vermieters, indem dieser bestätigt, dass man auch
immer ein braver Mieter gewesen ist
Nach
mehreren Rückschlägen aufgrund fehlender Dokumente
habe ich dieses Mal alles beisammen. Ich habe mich fast bis zum
Vermieter durchgeschlagen, da bekomme ich einen Anruf von einer
Freundin, die auch auf Wohnungssuche ist und mir mitteilt, eine
unglaublich schöne Wohnung für zwei gefunden zu
haben. Wir könnten sie sicher haben, denn sie ist
gegenüber des Pärchens bei dem sie babysittet. Sie
ist gerade erst freigeworden und wurde auch noch gar nicht annonciert.
Ich muss aber sofort zur Besichtigung kommen. Also lasse ich dem
Vermieter einfach nur die Kopien aller Dokumente da, und verschwinde,
ohne ein weiteres Wort mit ihm zu wechseln.
Als ich
bei der Wohnung ankomme, fallen mir fast die Augen aus dem Kopf vor
Glück und Überraschung: zweistöckiges
Altbauhaus mit Innenhof, 55qm, Dielenboden, Stuck an der Decke, ruhige
(!) Nachbarschaft, 14. Arrondissement, zwei Minuten von der
nächsten Metrostation entfernt! Und das alles für den
gleichen Preis wie die letzte. Unglaublich, ich sage sofort zu und
komme mir vor, als hätte ich einen Sechser im Lotto gewonnen!
So kann es also auch gehen – ein wenig Vitamin B und
eine kleine Priese Glück, und schon ist die Traumwohnung da!
Paris- ein
äußerst beliebtes Studentenziel
Viele
junge Leute haben nach dem Abitur große Pläne.
Einige möchten sofort anfangen zu studieren und manche
möchten sich ersteinmal eine Auszeit gönnen. Mich hat
es sofort nach Paris gezogen. Da mein Paris-Abenteuer etwas
unorganisiert war und ich die ganze Sache sehr blauäugig
angegangen bin, habe ich für euch eine Art Online-Handbuch
erstellt mit praktischen Tipps um eure Paris Pläne zu
erleichtern. Das
allgemeine Wohnen in Paris:
Als aller Erstes muss jeder Person, die vor hat nach Paris
"auszuwandern", klar sein wie unerhört teuer
die Mieten in der französischen Hauptstadt sind und wie schwer
es ist, eine Wohnung zu bekommen. Zudem kommt, dass der Standard der
Wohnungen in Paris nicht so hoch ist wie in Deutschland. Das bedeutet,
dass die Wohnungen und Zimmer viel kleiner
sind, es oft keine richtige Heizung
(sondern Elektroheizung) gibt, und dass
man des öfteren Angebote von Zimmern im 6. oder 7. Stock ohne
Fahrstuhl liest. Man sollte also nicht so anspruchsvoll sein, da man
schließlich in der schönsten Stadt der Welt leben
will! Im Vergleich zu meiner Heimatstadt Berlin sind de Mieten doppelt
bis viermal so hoch. Ein kleiner Vergleich: In Berlin hatte ich eine
2-Zimmer-Wohnung mit 42m², warm, für 380 Euro
gemietet. In Paris wohne ich zu zweit in einer 42m² Wohnung
mit sehr ungemütlichem Bad und ich zahle 510
Euro, genau wie meine Mitbewohnerin. Und das ohne
Heizung. (Und um diese Wohnung werden wir sogar beneidet!) Wer dazu
meint, er würde eine Wohnung sofort bekommen wenn er genung
Geld hat, liegt falsch. Die französischen Vermieter stellen extrem
hohe Ansprüche an zukünftige Mieter
und erwarten viele Sicherheiten.
Der Anfang: Wo suche ich nach einer
Wohngelegenheit?
Bevor man anfängt, blind nach Inseraten zu
suchen, sollte man sich überlegen, wie man wohnen
möchte. Hier ein kleiner
Überblick:
"Chambre de bonne":
Das Chambre de bonne ist wörtlich genommen das Zimmer der
Hausangestellten. Damals hatten viele Familien eine
Haushälterin die in einem Zimmer, mit den anderen
Haushälterinnen im Dachgeschoss gelebt hat. Das bedeutet, dass
in fast jedem Pariser Wohngebäude die letzte Etage, meist der
7. Stock, mehrere solcher Zimmer hat. Diese Zimmer sind 12m²
oder mehr groß (die meisten sind eigentlich kleiner, aber
dürfen aus rechtlichen Gründen nicht vermietet
werden..), und haben Dusche und Kochnische neben Bett und Schreibtisch.
Das W.C. ist meistens im Flur. Ein angemessener Preis für
solche Chambres de bonne liegt bei 350- 550 Euro, je nach Lageund
Ausstattung. Die Chambres kann man entweder auf pap.fr finden, oder bei
fusac.fr, welches ein französisch-amerikanisches Online
Magazin ist. Man findet dort auch viele interessante Angebote
für Zimmer im Tausch gegen ein paar Stunden Babysitten. Bei
der amerikanischen Kirche hängen auch oft Inserate oder beim
Goethe Institut. (Goethe Institut)
Vorteile: Man wohnt allein und
hat somit sein eigenes Reich. Die Mieten können relativ
preiswert sein (wenn man Glück hat). Oft hat man eine
schöne Aussicht. Nachteile:
Oft teilt man sich das W.C. und muss in den 6. Stock zu Fuß.
Leider kommt es manchmal vor, dass gerade Ausländern diese
Zimmer angeboten werden und zwar du exorbitanten Preisen...
Studio:
Das Studio ist eine Art 1-Zimmer-Wohnung: Also Zimmer mit meistens
Kochnische und Bad/W.C. Die Studios sind in Paris sehr begehrt und
befinden sich auch oft im letzten Stockwerk, sind aber besser
ausgestattet und isoliert und manchmal mit echter Heizung. Die Mieten
sind dafür höher. Am billigsten findet man Wohnungen
direkt vom Eigentümer auf Particulier
à Particulier Bei Immobilienmaklern zahlt man
meist eine Monatsmiete Honorar, dafür sind die Angebote oft
besser. Vorteile: Man wohnt
allein und hat sein eigenes W.C. und Bad. Nachteile:
Es kann sehr teuer sein! Die Miete liegt je nach Arrondissement und
Austattung bei 500+ Euro.
Aus dem "Handelsblatt"
07.03.2011 von Tanja Kuchenbecker
Wer in Paris eine
erschwingliche Wohnung sucht, muss unter Umständen sehr lange
suchen. Die Immobilienpreise explodieren, allein im letzten Jahr
stiegen sie um 15 Prozent. Die Auswüchse einer
verrückten Immobilienhausse.
Wohnen in Paris
wird unerschwinglich.
Dieser Preis im
Schaufenster des Pariser Immobilienmaklers fällt sofort ins
Auge: Eine 60-Quadratmeter-Wohnung mitten in der französischen
Hauptstadt für nur 75000 Euro. Das hat es seit über
zehn Jahren nicht mehr gegeben. Doch dann die
Ernüchterung: Die Wohnung ist ein Keller. Den Makler
kümmert das wenig – er verkauft sie binnen weniger
Tage. Denn in Paris nehmen Durchschnittsverdiener alles, was zu haben
ist – Hauptsache, es ist erschwinglich.
Die
Kaufpreise für Wohnungen sind in Paris 2010 um mehr als 15
Prozent gestiegen, sie liegen bei einem Durchschnittspreis von 7645
Euro pro Quadratmeter und sollen laut Schätzungen in diesem
Jahr noch mal um zehn Prozent klettern. Voraussichtlich werden sie die
Marke von 8000 Euro überspringen. In besseren Vierteln wird
das Doppelte, manchmal das Dreifache gezahlt. Innerhalb von zehn Jahren
haben sich die Kaufpreise mehr als verdoppelt.
Und
auch für Mieter sieht es nicht besser aus: Zwischen
31 und 51 Prozent ihres Haushaltseinkommens geben Familien
fürs Wohnen aus, in den 1960er-Jahren waren es gerade zehn
Prozent. Für eine Dreizimmerwohnung legt man 1800 Euro auf den
Tisch, für 20 Quadratmeter mindestens 650 Euro. Viele Pariser
ziehen deshalb schon gar nicht mehr um und bleiben in winzigen
Wohnungen, auch wenn sich die Familie vergrößert.
„Damit
sie ihre Wohnkosten tragen können, sparen die Familien an
Ausgaben für Gesundheit, Bildung und Freizeit“, sagt
Régis Bigot, einer der Verantwortlichen bei dem
Forschungsinstitut für Lebensbedingungen Crédoc.
Durch die horrenden Immobilienpreise in
Paris gerät auch die Suche nach einer geeigneten Wohnung immer
mehr zum Mammutprojekt. Viele greifen tief in die Trickkiste, um sich
gegen zahlreiche Mitbewerber durchzusetzen.
Doch
nicht nur Paris, sondern ganz Frankreich ist von dem Anstieg der Kauf-
und Mietpreise betroffen, auch wenn in der Hauptstadt die Situation
besonders angespannt ist. So stiegen die Mieten laut aktuellen Zahlen
des Ministeriums für Wohnung und Umwelt 2010 im ganzen Land um
2,7 Prozent. Im Krisenjahr 2009 hatte das Plus sogar 3,1 Prozent
betragen. Bezogen auf das Jahrzehnt seit 2000 verteuerten sich die
Mieten landesweit um 28,2 Prozent, in Paris waren es sogar fast 50
Prozent. Zum Vergleich: In der gesamten Euro-Zone stiegen die
Mieten im selben Zeitraum um gut 20 Prozent, in Deutschland nur um gut
elf Prozent. „In Frankreich liegen die Mieten um 50 Prozent
über denen in Deutschland“, sagt Sylvain Jutteau,
einer der Verantwortlichen beim Immobilienspezialisten Century 21.
Viele
leben in Paris deshalb schon in Kellern, Garagen oder ehemaligen
Boutiquen, die sie umgebaut haben. Für einen
günstigen Preis nehmen immer mehr Pariser Nachteile wie
Lichtmangel, Feuchtigkeit oder ein Leben im Schaufenster auf sich.
„Der Markt ist völlig verrückt, alle
üblen Praktiken sind erlaubt“, sagt Bernard Cadeau,
Präsident der Maklerkette Orpi. Nachdem bisher nur
Künstler oder junge Leute diese Immobilien kauften, wird der
Markt immer größer und Makler spezialisieren sich
darauf. Allein bei der Agentur Rez-de-chaussee.com wurden 2010
insgesamt 30 solcher Immobilien verkauft, 2011 sollen es viermal so
viele sein.
Mittlerweile wird es schon
schwierig, Krankenschwestern, Polizisten oder Kassiererinnen
für Paris zu finden, sie können sich das Leben in der
Metropole nicht mehr leisten. Auch in der nahe liegenden Banlieue sind
die Mieten und Preise hochgeschnellt. So bleibt oft nur noch der Ausweg
in die weiter entfernten Vorstädte.
In
der Innenstadt und den Vororten wird viel zu wenig gebaut
Gleich
mehrere Gründe sind für die angespannte
Wohnungssituation verantwortlich. Zum einen ist Paris im Vergleich zu
anderen Großstädten
flächenmäßig
verhältnismäßig klein. Innerhalb des
„Boulevard Périphérique“, der
Ringautobahn und offiziellen Stadtgrenze, drängen sich auf
105,4 Quadratkilometern 2,2 Millionen Menschen. Berlin mit 3,4
Millionen Einwohnern ist fast neunmal größer. In den
Pariser Vorstädten wohnen weitere 7,8 Millionen Menschen.
Für
sie alle jedoch werden viel zu wenige Wohnungen neu gebaut –
ein Problem, das sich in der Krise ab 2009 noch verstärkt hat.
Der Bedarf wird auf 70 000 neue Wohnungen pro Jahr in Paris und
Umgebung geschätzt, gebaut werden aber gerade einmal halb so
viele. Entsprechend länger sind die Wartelisten für
Sozialwohnungen.
Die Krise ließ die
Franzosen zudem immer mehr in Immobilien investieren. „Sie
gelten gegenüber der Börse als sichere
Anlage“, sagt Alain Dinin, Präsident des
Immobilienmarktführers Nexity. Dazu kommt, dass dank niedriger
Kredite seit Jahren immer mehr reiche Ausländer in Paris
kaufen und die Wohnungen teuer an Touristen vermieten. Das
Geschäft mit den Ferienwohnungen ist zwar verboten, doch
kontrolliert wird es bisher kaum. Nach Schätzungen fallen
dadurch zwischen 20000 und 40000 Wohnungen in Paris weg.
Aus
dem "Handelsblatt" 07.03.2011 von Tanja Kuchenbecker
Durch die
horrenden Immobilienpreise in Paris gerät auch die Suche nach
einer geeigneten Wohnung immer mehr zum Mammutprojekt. Viele greifen
tief in die Trickkiste, um sich gegen zahlreiche Mitbewerber
durchzusetzen.
Bis zum Mietvertrag ist es in
Paris nicht selten ein weiter und vor allem teurer Weg.
Paris Wenn in Paris
Schlangen vor einer Haustür stehen, wird meist eine Wohnung
vermietet. Nicht selten kommen 30 und mehr Bewerber auf ein
Immobilieangebot. Kaum besser ergeht es
Käufern: Klingt die Anzeige auf einer Internetseite
interessant, heißt es oft schon beim ersten
Anruf: „Die Wohnung ist vergeben.“
Der
Kampf um ein Domizil in Paris ist hart und für Nichtfranzosen
mit ausländischen Gehaltszetteln noch schwieriger. Immer
höhere Kautionen werden verlangt, viele Besitzer fordern sogar
ein Jahr Miete im voraus, nicht selten in bar. Und weil in Frankreich
der Mieter stark geschützt ist, wird die Liste der Garantien
immer länger: Die Miete sollte höchstens ein Drittel
des Einkommens betragen. Zwei Verdiener werden bei einem Paar
vorgezogen.
Da ist so manchem jedes Mittel
recht: Mieter fälschen ihre Gehaltszettel und
frisieren so ihr Einkommen. Doch nicht einmal das reicht aus. Oft muss
man auch noch eine zusätzliche Person finden, die
dafür bürgt, dass die Miete wirklich bezahlt wird.
Auch
beim Kauf darf man nicht zögern, sonst hat ein Konkurrent die
Nase vorn. Viele nehmen deshalb ihr Scheckbuch zur Besichtigung mit:
Falls die Wohnung gefällt, lassen sie sofort einen Scheck zur
Anzahlung da. Besonders begehrte Objekte – sowohl zum Mieten
wie zum Kaufen – werden ohnehin nicht öffentlich
angeboten. Sie gehen unter der Hand weg – man muss
nur Beziehungen haben.
Es gibt in Paris 1600 Wohnungen,
die die Stadt gebaut hat – und demgegenüber stehen
etwa 60000 Familien, die offiziell um Unterkunft gebeten haben. Das
sieht in der Praxis so aus:
Wohnungsämter
gibt es nicht; das nötige Quantum Umständlichkeit,
Korruption, Heuchelei und Unannehmlichkeiten bringen die
Wohnungsagenturen auf. So ein Agent hat in der Stadt mehrere
›démarcheurs‹ herumlaufen, die ihm
anzeigen, wo eine Wohnung frei ist. Der Agent ist in den seltensten
Fällen vom Hausbesitzer legitimiert, die Sache zu vertreten
– er weist nur Adressen nach. Kommt der Abschluß
zustande, so erhält er vom Mieter 10% der ersten Jahresmiete
– und um überhaupt kontrollieren zu können,
ob der Mieter durch seine Vermittlung gemietet hat, tritt
häufig wiederum der démarcheur in
Tätigkeit, und der erfährt das seine durch die
Portierfrau.
Die Portierfrau ... Mund, hier hast du
zu schweigen, Worte sagen es nicht ... Dieses alte Polizeiinstrument
vertritt sehr häufig den
›gérant‹, den Hausverwalter, so dass
wir also an folgender Stufenleiter ehrfürchtig emporsehen:
Hausbesitzer – gérant – concierge.
Wie
jede private Nachfrage in Paris, so ist auch diese durchaus
patriarchalisch und unobjektiviert geregelt – das fast
völlig mangelnde Angebot hat zu den groteskesten Erscheinungen
geführt. Wohnungen von etwa fünf und sechs Zimmern,
die für den, der heute mieten will, über 30000 Francs
im Jahr kosten, sind jederzeit ziemlich leicht zu haben –
dazu kommen dann noch die sogenannten ›charges‹,
Steuerlasten, die durchweg mit 10 Prozent, also mit weiteren 3000
Francs berechnet werden. In dieser Preislage gehts. Darunter aber ists
fürchterlich.
Wonach
leere Wohnungen eigentlich vergeben werden, ist ein tiefes Geheimnis;
Eugène Sue hätte dem vierzehn weitere
Bände seiner ›Mystères de
Paris‹ widmen sollen. Es ist nicht einmal immer
das Geld. Eine leere Wohnung ist ein Machtfaktor, ein Trumpf, den man
nicht ohne weiteres aus der Hand gibt. Dafür bekommt man Geld,
viel Geld natürlich – aber dafür kann man
auch andres bekommen als Geld: nämlich Empfehlungen,
Beteiligungen, vielleicht eine reiche Braut, und wenn ich Henri
Béraud wäre, so schriebe ich: auch die Ehrenlegion.
Denn
so ohne weiteres in ein französisches Haus zu treten und an
die Portierfrau die Frage zu stellen: »Ist hier eine Wohnung
zu vermieten?« – – also eher kann man in
den Salon einer fremden Familie hineinpoltern und sagen:
»Ach, entschuldigen Sie: ich möchte gern die Tochter
des Hauses heiraten!«
Versuchs. Tritt ein.
Frage.
Die Portierfrau – die sozusagen eine
femina tantum ist, sie hat manchmal einen Mann, aber den gibt es
eigentlich nicht – die Portierfrau sieht dich finstern Blicks
an und spricht allemal: »Von wem sind Sie
empfohlen?« – Ja, das ist nicht einfach. Bei den
ersten Besuchen sagte ich: »Aber von niemand!« und
dann flog ich prompt hinaus. Darauf erfand ich einen Herrn Doulou aus
Toulon, einen kleinen, dicken Herrn, Sie kennen ihn gewiß, so
ein kleiner, dicker ... ? Nein, sie kannten ihn nicht, aber er half
doch ein wenig, der Herr Doulou – und ein Tuscheln hub an.
Türen wurden geschlossen, Fenster verhängt
– und mit leisem Flüstern sprachen sie von der
leeren Wohnung, wie Mädchenhändler von ihrer Ware
oder wie die bootlegger vom teuflischen Whisky ... Und dann kam der
große Moment, und ich durfte die Wohnung wenigstens sehen.
Man
bekommt da oft die typische Großstadtwohnung zu sehen, ein
bißchen kleiner als in Berlin, etwas eng – auch
haftet Paris neben vielen anderm der falsche Ruf an, es gäbe
daselbst keine Badezimmer und was so damit zusammenhängt. Es
gibt sie. Es gibt auch einen schwanken Fahrstuhl, der sich auf einer
Riesensäule vorsichtig nach oben schiebt, und in dem man nicht
hinunterfahren darf; es gibt alles, was man braucht, nur keine
Wohnungen.
Denn mit dem Besuch ist es nicht abgetan.
Weder der Agent, der die Adresse nachgewiesen hat (»Und sagen
Sie nicht, dass Sie von einer Agentur kommen!«), noch die
concierge weiß nun etwa, ob die Wohnung überhaupt
noch zu vermieten ist. Das – das weiß nur der
gérant. Hin zum gérant.
Meist
ist sie ›gerade‹ vermietet. Wenn sie aber
ungerade frei ist, dann kann man mit einer Summe von 3 bis 5000 Francs
für gérant oder concierge rechnen; wer der
militärischen Erziehung durch das preußische
Militär teilhaftig geworden ist, der weiß, wie sich
der junge Rekrut der Schusterstube zu nahen hatte: anklopfen
– vorsichtig die Tür aufmachen, leise ein
Markstück hineinreichen, Tür wieder zumachen, und
dann erst wurde in die Besohlungsverhandlungen eingetreten ... So auch
im pariser Leben.
Die Agenturen nehmen erhebliche
Vorschüsse, wenn sie etwas auf sich halten; weißt du
eine Adresse, so mußt du im Auto hinfahren, so rasch gehts da
(»Il y a déjà plusieurs personnes qui
sont là-dessus!« sie sitzen bereits darauf),
– wird einer krank, so verbreitet sich in der Nachbarschaft
ein Gemurmel, und die Portierfrau muß den Wartenden sagen:
»Schlechte Nachrichten. Es geht ihm besser.«
– Einmal gab mir ein Agent eine Empfehlung an eine
Portierfrau, nur, damit sie mich empfänge –
für später einmal – man könne doch
nie wissen ... Es war sehr heiter.
Es ist auch schon
vorgekommen, dass ich in ein Haus eintrat, so ich nie gesehen hatte,
frisch, fromm und gottesfürchtig eine Wohnung erfragte, zu
allem Ja sagte und auch wirklich eine gezeigt bekam, eine ganz
heimische, eine noch möblierte Wohnung, der es schon in allen
Möbeln zuckte, und die ganz still bei sich wußte:
Ich bin frei! Ich bin frei! – Und dann bekam sie ein anderer.
Und
ein der ›Vossischen Zeitung‹ nahestehender
Journalist – dem haben sie eine Wohnung angeboten, aber es
ist da eine junge Hausbesitzerin, und sie stellt so ihre privaten
Bedingungen ... Und er will nicht, und jetzt hat er immer noch keine
Wohnung, und ich habe ihn gebeten, mich zu schicken – aber er
hat gesagt, dazu gehöre schon ein Mann, die Wohnung sei recht
geräumig.
Ich habe nun alles hinter mir, ich
habe alle Mittel versucht, alles gesehen: Portierswohnungen, wo
plötzlich, mitten in der Verhandlung mit
›ihr‹, oben unter der Decke, wie im Wirtshaus zum
›Rosenkavalier‹, ein Kerl seinen schreckhaften
Kopf durchsteckte und fragte: »Was ist denn hier
los?« – ich habe die jungen Damen der Agenturen zum
Tanz ausgeführt und ins Kino – mir blieb nichts
erspart.
In Spitzenlagen werden bis zu 20 000 Euro
pro Quadratmeter gezahlt - Kleine Appartements sind stark gefragt und
teuer
Viele Franzosen
schummeln bei den Gehaltsnachweisen, wenn sie sich für eine
Mietwohnung in Paris bewerben
Paris
Es
ist nur ein Auszug. Und doch hat es symbolische Bedeutung, wenn die
Möbelpacker am 13. Januar auf den Champs-Elysées
Schränke und anderes Mobiliar aus dem Haus mit der Nummer 71
tragen werden. Denn dann verlässt die französische
Post La Poste nach 20 Jahren ihr Büro auf der Pariser
Prachtstraße, da sie die hohe Miete von fast 100 000 Euro pro
Monat nicht länger zahlen will.
Der Auszug
der Post aus dem Büro auf den Champs-Elysées ist
nur ein Beispiel für die Entwicklung auf dem Pariser
Immobilienmarkt. Dort scheint die Finanzkrise längst
vergessen: Mieten und Immobilienpreise erreichen neue
Rekordhöhen. "Es wäre irrealistisch gewesen, bleiben
zu wollen, nachdem der Eigentümer die Miete nach Auslaufen des
alten Vertrages verfünffacht hat", sagt Henri Burellier,
Direktor der Postämter im Norden von Paris.
La
Poste ist nicht das einzige Unternehmen, das sich einen Standort auf
Frankreichs teuerster Straße nicht mehr leisten kann. Das
scheinen sich inzwischen nur noch große internationale
Modeketten, Luxusgüter-Konzerne oder Autohersteller zu
leisten. Sie nutzen den Champs-Elysées als international
beachtetes Aushängeschild.
Anzeige
Einzelhändler
und Dienstleister wie Apotheken oder Kinos
suchen dagegen angesichts der hohen Mieten das Weite. Genau wie
Großkonzerne, die seit Ausbruch der Wirtschaftskrise
verstärkt auf ihre Kosten achten und angesichts der hohen
Büromieten im Zentrum von Paris in die Vororte der
französischen Hauptstadt ausweichen. "Während die
Mieten in gefragten Lagen in der Nähe des Triumphbogens 750
Euro pro Quadratmeter oder 580 Euro im Büroviertel La
Défense erreichen, betragen sie in den südlichen
Vororten weniger als 400 Euro, nördlich von Paris sogar nur
zwischen 200 und 300 Euro", erklärt Jacques Bagge vom
Immobilienspezialisten Jones Lang LaSalle. Zudem haben die
Bürogebäude in den Vororten den Vorteil, dass es sich
häufig um relativ neue Immobilien mit moderner technischer
Ausstattung handelt. Dazu kommt, dass Paris
flächenmäßig durch die ringförmige
Stadtautobahn Périphérique begrenzt ist und
deshalb kaum Möglichkeiten für Neubauten bietet. Die
Nachfrage nach Immobilien übersteigt deshalb das Angebot,
gerade was große Büroflächen angeht. In den
Vororten dagegen haben Großkonzerne eine breitere Auswahl.
Die beiden Banken LCL und Crédit Agricole haben ihre
Zentralen deshalb gerade in den Süden von Paris verlegt.
Ähnlich sieht die Tendenz bei Wohnimmobilien aus. Viele
Normalverdiener können sich eine Wohnung im Zentrum der
französischen Hauptstadt nicht mehr leisten, egal ob sie
mieten oder kaufen. Denn die Immobilienpreise sind in Paris innerhalb
des letzten Jahres um 20 Prozent gestiegen. Laut einer gerade von der
Immobilienmakler-Gesellschaft Century 21 veröffentlichten
Studie hat der Preis für Altbauten im vierten Quartal 2010 mit
durchschnittlich 7942 Euro pro Quadratmeter einen neuen Rekordwert
erreicht. Allerdings gibt es innerhalb von Paris große
Unterschiede: So beträgt der durchschnittliche
Quadratmeterpreis im 6. Arrondissement, dem teuersten Viertel, rund um
die Kirche St. Germain-des-Prés, mittlerweile 10 640 Euro,
im 20. Arrondissement, dem günstigsten Viertel, dagegen nur
5710 Euro. In angesagten Lagen wie der Ile Saint-Louis, der Place
Dauphine, Trocadéro, rund um den Jardin du Luxembourg und
die Place des Vosges sind Käufer nach Angaben von
Immobilienmaklern sogar bereit, 15 000 bis 20 000 Euro pro Quadratmeter
auf den Tisch zu blättern.
Michel
Mouillart, Wirtschaftsprofessor an der Universität
Paris-Ouest, ist zudem sicher, dass der Anstieg der Immobilienpreise
anhalten wird. "Nach einer langen Periode des Abwartens trennen sich
immer mehr Eigentümer von ihren Wohnungen, um sich etwas
Größeres zu kaufen", erklärt er.
Die
Notarskammer aus Paris geht ebenfalls davon aus, dass der Preisanstieg
zumindest in den ersten Monaten dieses Jahres ähnlich
verläuft wie 2010. Laurent Vimont, Chef der
Immobilienmakler-Gesellschaft Century 21, dagegen glaubt, dass die
Preise im Gesamtjahr nicht mehr als drei Prozent zulegen werden, da die
Immobilienkredite inzwischen wieder anziehen.
Im
Vergleich zu den Eigentumsimmobilien ist der Anstieg der Wohnungsmieten
in der französischen Hauptstadt mit 2,1 Prozent innerhalb der
ersten zehn Monate 2010 relativ moderat ausgefallen. Die
durchschnittliche Monatsmiete im Großraum Paris, also Zentrum
und Vororten, betrug im Oktober 17,60 Euro pro Quadratmeter.
Doch
auch hier zeigen sich große Unterschiede. Je kleiner eine
Wohnung, desto teurer der Quadratmeterpreis. Denn vor allem Ein-Zimmer-
und Zwei-Zimmer-Wohnungen mit maximal 30 Quadratmetern sind gefragt, da
sich Studenten und Angestellte mit niedrigen Einkommen eine
größere Bleibe schlicht nicht leisten
können. So sind in Paris selbst winzige Ein-Zimmer-Wohnungen
mit weniger als 20 Quadratmetern nicht mehr unter 650 Euro zu haben.
Die Anforderungen der Vermieter werden zudem immer
höher - und führen dazu, dass viele Franzosen
schummeln, wenn sie sich für eine Wohnung in Paris bewerben.
So wie Zoé, eine Kellnerin, die pro Monat noch nicht einmal
1000 Euro brutto verdient. Ihr Ex-Freund sei Grafiker gewesen,
berichtet sie auf der Internetseite Rue89.com. Er habe ihr einfach den
Gehaltsnachweis gefälscht.
Sie haben gerade
einen Studienplatz, ein Praktikum oder einen Job in Frankreich
gefunden? Jetzt gilt es noch die zweite Hürde zu nehmen: Die
Suche nach einer passenden Unterkunft!
Mietpreise in Paris und Frankreich
Bevor Sie Ihre Suche nach einer Wohnung in
Frankreich beginnen, sollten Sie sich ein Bild
über die Mietpreise machen. Zu diesem Thema hat der Verband Clameur eine Studie 2009-2010
veröffentlicht, welche Sie sich hier anschauen
können: Französische Städte in
denen die Mietspreise ansteigen
Wohnungssuche in Paris
Wenn man über einen gewissen Zeitraum in Paris gelebt
hat und diese Stadt verlassen muss, ist das Wegziehen häufig
mit Wehmut verbunden. So sehr einen die hohen Preise, die
Bevölkerungsdichte und der Stress stören, wenn man
dort lebt, behält man Paris nichtsdestotrotz wegen seines
gewissen Etwas im Herzen. Aufgrund der
verhältnismäßig recht kleinen
Fläche der Stadt (105,40 km²) bei ca. 2,2 Millionen
Einwohnern sind Hektik und Chaos vorprogrammiert. Wenn man Paris mit
seinem Großraum nimmt, ist man bei ca. 10,2 Millionen
Einwohnern. Dieser Gedanke in einer solch durchschaubaren Metropole wie
Paris kann einen auch leicht erdrücken, da man den Eindruck
nicht los wird, dass sich diese Stadt Nonstop in Bewegung befindet.
Bei einem Umzug nach Paris
müssen Sie sich als Erstes entscheiden, ob Sie in Paris
selbst, in den Vororten (Banlieue) oder im Umland ziehen
möchten. Ist es Ihnen von großer Wichtigkeit den
Arbeitsweg so kurz wie nur möglich zu gestalten,
dafür allerdings permanent mit exorbitanten Preisen
konfrontiert zu werden? Oder wünschen Sie sich auch mal etwas
mehr Ruhe, vorteilhaftere Preise (insbesondere bei den Mieten),
müssten allerdings dabei etwas mehr Einschränkungen
bei Ihrer Mobilität hinnehmen?
Wenn Sie Ihre zukünftige Wohnung über
Zeitungsannoncen ausfindig machen wollen, sollten Sie den Anbieter
schnellstmöglich anrufen und keine Zeit verlieren. Anzeigen
finden Sie sowohl in der lokalen Tagespresse als auch in der
Fachpresse.
Suche über Immobilienagenturen
Immobilienmakler übernehmen alle Fragen der
Vermietung, vom Ausschreiben der Wohnung bis zur Auswahl der Kandidaten
und der Mietkontoführung. Als Gegenleistung verlangen sie vom
Mieter eine Aufwandsentschädigung in Höhe von
mindestens einer Monatsmiete. Entsprechende Adressen finden Sie in den
Gelben Seiten des Telefonbuchs. Vermeiden Sie Listenanbieter,
d.h. Firmen, die gegen hohe Bearbeitungsgebühren Listen von
vermeintlich freien Wohnungen anbieten: fnaim.fr
Mietvertrag (le contrat de location) und
Wohnungsabnahmeprotokoll (l'état des lieux)
Unter folgendem Artikel von pap.fr finden
Sie einige Informationen über den Inhalt des
Mietvertrags und Wohnungsabnahmeprotokolls auf Französisch
mit aktuellen Mustern, die für den Preis von 2 € zum
Download angeboten werden: Was beinhaltet der französische
Mietvertrag?
Bürgschaftserklärung (la caution)
Oft verlangen die Vermieter eine
Bürgschaftserklärung von einem Dritten und eventuell
dazu noch dessen Einkommensnachweis. Rüsten Sie sich also am
besten gleich mit den Übersetzungen dieser Dokumente!
Kaution (le dépôt de garantie)
Die Kaution darf nicht mehr als eine Kaltmiete betragen. Sie
wird in der Regel nach Unterzeichnung des Mietvertrags
überwiesen, zeitgleich mit der ersten Miete. Die Kaution dient
lediglich zur Sicherheit für den Vermieter, falls nach dem
Auszug Reparaturkosten anfallen sollten.
Mieter sind dazu verpflichtet zum Zeitpunkt der Unterzeichnung
des Mietvertrags über eine Hausratversicherung zu
verfügen. Außerdem hat der Vermieter das Recht,
jedes Jahr einen Nachweis über Ihre Hausratversicherung zu
verlangen. In der Praxis ist dies allerdings selten der Fall.
Die Hausratversicherung dient dazu Sie vor möglichen
Risiken und Schäden wie beispielsweise Diebstahl, Brand oder
Wasserschaden zu schützen. Sie müssen beim Abschluss
der Hausratversicherung selbst mit Ihrem Versicherer entscheiden,
welchen Schutz Sie haben möchten.
Um diese Beihilfe zu erhalten, müssen Sie als Mieter
im Mietvertrag eingetragen sein, ein Formular (bei der CAF oder online
erhältlich) ausfüllen und eine Erklärung
über Ihr Einkommen (Formular bei dem CAF)
bei der nächstgelegenen Caisse d'allocations
familiales abgeben.
Die Adressen der CAF
finden Sie im Telefonbuch oder online bei votre caf. Die Beihilfe, die
Sie bekommen werden, kann auch online mit Hilfe des Wohngeldrechners ausgerechnet
werden (grob geschätzt beträgt das Wohngeld ein
Drittel der Miete).
Wohnsteuer (taxe d'habitation)
Die Wohnsteuer wird erstmals fällig in dem Jahr, in
dem man am 1. Januar des Jahres in Frankreich wohnt. Wenn man
während des Jahres nach Frankreich zieht, wird die Wohnsteuer
erst im nächsten Jahr fällig (weil man im Folgejahr
schließlich am 1. Januar in Frankreich wohnt). Sie wird jedes
Jahr zwischen dem 15. November und dem 15. Dezember für die am
1. Januar des selben Jahres gemietete Wohnung erhoben. Nach
Rücksprache kann man die Wohnsteuer auch in monatlichen Raten
abbezahlen. Sie wird unter anderem per Quadratmeter berechnet (weitere
Faktoren wie die Gemeinde, Wohnlage, etc. fließen mit ein)
und beträgt in der Regel zwischen einer halben bis ganzen
Monatsmiete. Am besten Sie erfragen den genaueren Betrag der Wohnsteuer
bei Ihrem Vermieter.